Neue minimal invasive Operation

Was ist eine Hydrozele?

Eine Hydrozele, oder Wasserbruch, entsteht bei Erwachsenen meistens in Folge eines stumpfen Traumas des Hodens. Die anatomische Besonderheit des Hodens besteht darin, dass er in einem Hodenhüllen-"Sack" liegt, ist aber mit ihm an ca. 90 Prozent der Oberfläche nicht fest verbunden, hier trennt den Hoden von seinen Hüllen ein dünner Spalt.

Die Spaltwände sind – wie Pleura oder Bauchfell – von Mesotheliumzellen ausgekleidet; diese Zellen können die Gewebeflüssigkeit in den Spalt sekretieren und auch zurück resorbieren und sie dann durch die Lymphgefäße in den Blutkreislauf weiter leiten. Im Normalfall befinden sich im Spaltraum nur kleine Spuren von Flüssigkeit. Kommt es zu einem Hodentrauma, das oft mit Einblutung in den Spaltraum / Bildung eines Blutergusses einhergeht, verlieren die Mesotheliumzellen ihre Fähigkeit, das Gleichgewicht zwischen der Sekretion und der Resorption aufrechtzuerhalten und es wird entweder zu viel Flüssigkeit sekretiert oder zu wenig in das lymphatische System abtransportiert, so dass der Spaltraum sich langsam mit "Wasser" füllt.

Als störend wird die Stauung erst ab einem gewissen Volumen empfunden. Es können dann Beschwerden wie lokales Druckgefühl oder Schmerzen beim Laufen entstehen. Sonst stellt Hydrozele eine gutartige Erkrankung dar, die Flüssigkeitsansammlung ist nichts anderes als Plasma, ein normaler Bestandteil des Blutes.

Wie wird eine Hydrozele behandelt? »